Endometriose und Gewicht: die Biologie dahinter und wie du Balance findest
Der Zusammenhang zwischen Endometriose und Gewicht ist komplex und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst – darunter Entzündungen, hormonelle Veränderungen und unterschiedliche Behandlungen. Für viele Menschen kann das die Gewichtskontrolle oder das Abnehmen erschweren. Mit gesunden Ernährungsgewohnheiten, regelmäßiger Bewegung und – für manche – Medikamenten bei Übergewicht oder Adipositas lassen sich gute Voraussetzungen für einen nachhaltigen Gewichtsverlust schaffen.

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Führt Endometriose zu Gewichtszunahme?
Endometriose kann auf verschiedene Weisen zu Gewichtsveränderungen beitragen. Schmerzen und Erschöpfung können körperliche Aktivität erschweren, und manche hormonellen Behandlungen können bei einigen Menschen den Appetit oder das Gewicht beeinflussen. Endometriosegewebe selbst wird nicht zu Körperfett – aber die Erkrankung und ihre Behandlung können es manchen Menschen schwerer machen, abzunehmen oder ein stabiles Gewicht zu halten.
Viele Menschen mit Endometriose bemerken Veränderungen bei ihrem Gewicht und fragen sich, ob die Erkrankung die Ursache sein könnte. Der Zusammenhang ist komplex und kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Endometriose ist eine Entzündungserkrankung, und die Entzündung kann – zusammen mit Schmerzen, Erschöpfung und bestimmten hormonellen Behandlungen – den Körper auf verschiedene Weisen beeinflussen. Bei manchen Menschen kann das die körperliche Aktivität erschweren oder es schwieriger machen, Gewohnheiten beizubehalten, die zur Gewichtskontrolle beitragen.
Das Endometriosegewebe selbst ist also nicht der Grund für eine Gewichtszunahme. Die Erkrankung und ihre Behandlung können jedoch die Fähigkeit beeinflussen, ein stabiles Gewicht zu halten oder abzunehmen. Wie stark sich das auswirkt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Hormonelle Behandlungen, die Antibabypille und verstärkter Appetit
Manche Medikamente zur Behandlung von Endometriose können das Gewicht bei einigen Menschen beeinflussen. Zur Linderung der Symptome und Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung werden häufig hormonelle Behandlungen eingesetzt – zum Beispiel die Antibabypille, Gestagene oder Medikamente, die den Östrogenspiegel vorübergehend senken und den Körper in einen wechseljahrsähnlichen Zustand versetzen. Wie sich die Behandlung auf das Gewicht auswirkt, ist von Person zu Person und von Medikament zu Medikament unterschiedlich.
Hormonelle Behandlungen können den Körper auf verschiedene Weisen beeinflussen. Manche Menschen bemerken während der Behandlung einen gesteigerten Appetit oder stellen fest, dass ihr Körper mehr Wasser einlagert. Bei manchen kann die Behandlung auch den Energieverbrauch beeinflussen, was zusammen mit einem gesteigerten Appetit das Halten des Gewichts erschweren kann. Wie stark sich das auswirkt, hängt vom jeweiligen Medikament ab und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Bei manchen Menschen können ein gesteigerter Appetit und andere Veränderungen während der Behandlung das Halten des Gewichts oder das Abnehmen erschweren. Gleichzeitig können Schmerzen und Erschöpfung körperliche Aktivität schwerer machen. Das zeigt, dass das Gewicht bei Menschen mit Endometriose von vielen Faktoren beeinflusst wird – und nicht einfach eine Frage der Willenskraft ist. Für manche Menschen kann Unterstützung bei Ernährungsgewohnheiten, Bewegung und Medikamenten bei Übergewicht oder Adipositas hilfreich sein.
Warum es schwierig ist, mit Endometriose abzunehmen
Für viele Menschen mit Endometriose kann das Abnehmen schwieriger sein. Langanhaltende Schmerzen können den Körper auf verschiedene Weisen belasten – unter anderem durch erhöhte Stresswerte und dadurch, dass es schwieriger wird zu schlafen, ausreichend Energie für Bewegung aufzubringen und gesunde Gewohnheiten beizubehalten. Zusammen können diese Faktoren das Abnehmen für manche Menschen schwieriger machen.
Langanhaltende Schmerzen können das Stresssystem des Körpers aktivieren und den Spiegel des Stresshormons Cortisol beeinflussen. Das wiederum kann unter anderem Appetit, Schlaf und Energieniveau beeinflussen. Zusammen mit den Schmerzen kann das manchen Menschen das Halten oder Reduzieren des Gewichts erschweren.
Gleichzeitig beeinträchtigen Schmerzen oft deutlich die Schlafqualität. Schlafmangel wiederum verringert die Produktion des Sättigungshormons Leptin und erhöht den Spiegel des Hungerhormons Ghrelin. Dieses hormonelle Ungleichgewicht erklärt, warum Patienten – insbesondere Frauen mit Endometriose – häufig ein unkontrollierbares Verlangen nach raffinierten Kohlenhydraten und anderen energiereichen Lebensmitteln entwickeln.

Kann Endometriose zu Gewichtsverlust und einem erhöhten Risiko für Untergewicht führen?
Ja, in manchen Fällen kann Endometriose zu Gewichtsverlust beitragen, obwohl dies deutlich seltener vorkommt als eine Gewichtszunahme. Wenn die Erkrankung den Darm oder andere Teile des Magen-Darm-Trakts betrifft, kann sie starke Schmerzen, Übelkeit oder andere Beschwerden im Zusammenhang mit Mahlzeiten verursachen. Für manche Menschen kann das bedeuten, dass sie über einen längeren Zeitraum weniger als gewöhnlich essen – was wiederum zu Gewichtsverlust und in manchen Fällen zu Untergewicht führen kann.
Die Frage, ob Endometriose zu Gewichtsverlust führen kann, lässt sich also so beantworten: Die Erkrankung kann sich manchmal so entwickeln, dass sie die normale Funktion des Magen-Darm-Trakts mechanisch beeinträchtigt. Wenn jede Mahlzeit von Krämpfen, starkem Blähbauch oder Durchfall begleitet wird, entwickeln Patienten oft ein vermeidendes Essverhalten, um ihre Beschwerden zu lindern. Diese Form der unfreiwilligen Kalorienrestriktion führt zu einem schnellen Verlust von Körperfett und Muskelmasse, was den Körper langfristig schwächer und anfälliger macht.
Gewichtszunahme ist bei Menschen mit Endometriose jedoch deutlich häufiger als Gewichtsverlust. Wer abnehmen möchte, sollte das außerdem auf eine Weise tun, die dem Körper hilft, die Muskelmasse zu erhalten.
Abnehmen mit Endometriose – so kann es gelingen
Um mit Endometriose erfolgreich abzunehmen, sollte das Kaloriendefizit durch eine streng entzündungshemmende, eiweißreiche Ernährung in Kombination mit sanfter, muskelerhaltender Bewegung entstehen – um neue Episoden von Bauchschmerzen zu vermeiden. Da körperliche Aktivität oft durch Schmerzen eingeschränkt ist, muss die Ernährung einen Großteil der Verantwortung für den Gewichtsverlust übernehmen.
Bei Endometriose kann es manchmal schwieriger sein, das Gewicht zu halten oder abzunehmen. Schmerzen, Erschöpfung, eingeschränkte körperliche Aktivität und bestimmte Behandlungen können zusammen die Situation noch herausfordernder machen. Gesunde Ernährungsgewohnheiten, regelmäßige Bewegung und andere langfristig umsetzbare Gewohnheiten können dabei helfen, ein gesundes Gewicht zu erreichen und zu halten. Für manche Menschen können Medikamente bei Übergewicht oder Adipositas eine wertvolle Unterstützung sein.
Die Rolle von Eiweiß bei Sättigung und Muskelmasse: für Frauen mit Endometriose
Eine hohe und gleichmäßige Eiweißzufuhr ist bei Endometriose besonders wichtig, denn Eiweiß sendet das stärkste biologische Sättigungssignal aller Nährstoffe und beugt effektiv dem Muskelabbau vor, wenn du ein Kaloriendefizit hast. Wenn du weniger isst, kann der Körper sowohl Fett als auch Muskeln als Energiequelle nutzen. Wenn Muskelmasse verloren geht, kann der Ruheenergieverbrauch des Körpers sinken.
Für Patienten mit Endometriose ist der Schutz der Muskelmasse besonders wichtig, da sie als Motor des Körpers für den Energieverbrauch in Ruhe fungiert. Wenn du bei jeder Mahlzeit eine fettarme Eiweißquelle einbaust – zum Beispiel Hähnchen, Fisch, Tofu oder Eier – wird die Ausschüttung körpereigener GLP-1-Hormone im Darm angeregt. Dadurch werden Hungersignale ans Gehirn auf völlig natürliche Weise unterdrückt. Eine ausreichende Eiweißzufuhr reduziert außerdem die starken Blutzuckerschwankungen, die andernfalls eine niedriggradige Entzündung im Körper begünstigen würden.

Sanftes Krafttraining zum Erhalt des Stoffwechsels
Krafttraining kann für viele Menschen mit Endometriose eine gute Option sein. Es hilft, Muskelmasse zu erhalten oder aufzubauen – was sowohl für die Gesundheit als auch beim Abnehmen wichtig ist. Bewegung kann außerdem die Gelenke entlasten und das Bewegen leichter machen. Wer Schmerzen hat, kann es hilfreich finden, die Übungen je nach Tagesverfassung anzupassen, um die Schmerzen nicht zu verschlimmern.
Sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining haben gesundheitliche Vorteile – die beste Sportart ist oft die, die zu deinem Körper und den Symptomen passt, die du erlebst. Regelmäßige Bewegung kann zu einer besseren Blutzuckerregulation, mehr Kraft und einem gesteigerten Wohlbefinden beitragen. Wer sanft beginnt und die Intensität schrittweise steigert, kann eine Form von Bewegung finden, die auch mit Endometriose funktioniert.
Medizinisches Gewichtsmanagement als Unterstützung bei Endometriose
Wenn gesunde Ernährungsgewohnheiten und regelmäßige Bewegung nicht ausreichen, um einen nachhaltigen Gewichtsverlust zu erzielen, können moderne Medikamente bei Übergewicht und Adipositas – wie GLP-1-Medikamente – für manche Menschen eine wertvolle Unterstützung sein. Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die durch das Zusammenspiel vieler Faktoren entstehen kann – langanhaltende Schmerzen und eingeschränkte körperliche Aktivität gehören dazu.
GLP-1-Medikamente ahmen ein natürliches Darmhormon nach, das Hunger und Sättigung reguliert. Viele Menschen berichten, dass sie weniger Hunger verspüren, schneller satt werden und weniger an Essen denken. Das kann es leichter machen, weniger zu essen und langfristig tragfähige Gewohnheiten aufzubauen.
Gewichtsverlust kann außerdem den Körperfettanteil reduzieren, was an sich zu einer besseren Gesundheit beitragen kann. Da Fettgewebe Östrogen produziert, kann eine Reduktion des Körperfetts den Östrogenspiegel beeinflussen. Wie sich das auf die Symptome der Endometriose auswirkt, ist von Person zu Person unterschiedlich und ein Bereich, in dem noch mehr Forschung benötigt wird.

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