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Pressemitteilung
March 2, 2026

WOD26: Anhaltende Scham und Stigma bei Adipositastherapie

Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages am 4. März veröffentlicht Yazen neue Auswertungen von Patientendaten. Die Ergebnisse zeigen: Scham und gesellschaftliche Stigmatisierung zählen weiterhin zu den größten Hürden auf dem Weg zu einer wirksamen Adipositas-Behandlung – selbst in einer Zeit, in der moderne, evidenzbasierte Therapien zunehmend verfügbar sind.

Welt-Adipositas-Tag 2026: Daten zeigen anhaltende Scham und Stigmatisierung rund um die Behandlung von Adipositas

Weltweit leben heute über eine Milliarde Menschen mit Adipositas. Obwohl die Erkrankung inzwischen als chronische, komplexe Krankheit anerkannt ist, fühlen sich viele Betroffene weiterhin unter Druck, ihr Leiden zu verbergen, Behandlungen geheim zu halten und gesellschaftliche Vorurteile zu ertragen – geprägt durch mediale Narrative, öffentliche Debatten und sogar durch das persönliche Umfeld.

Stigmatisierung bleibt Alltag für viele Betroffene

Trotz wachsender öffentlicher Aufklärung berichten 46 % der Patientinnen und Patienten, die medikamentöse Unterstützung zur Gewichtsreduktion erhalten, dass sie seit Beginn ihrer Behandlung keine Verringerung von Stigma oder Diskriminierung wahrnehmen. Für viele bleibt das Gefühl der Scham bestehen – selbst dann, wenn sie aktiv medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Daten zeigen zudem, dass sich die Stigmatisierung nicht nur auf die Erkrankung selbst bezieht, sondern auch auf moderne, wissenschaftlich geprüfte Therapien wie GLP-1- und GIP-basierte Medikamente.

  • 24 % der deutschen Patientinnen und Patienten geben an, niemals offen über ihre GLP-1- oder GIP-Therapie zu sprechen.
  • 50 % sagen, sie seien nur gelegentlich offen im Umgang mit ihrer Medikation.

Für viele ist diese Zurückhaltung keine bewusste Entscheidung, sondern Selbstschutz. Unter denjenigen, die ihre Behandlung geheim halten:

  • fürchten 44 % negative Reaktionen aufgrund medialer Kontroversen,
  • möchten 32 % nicht, dass andere ihnen unterstellen, sie würden einen „Abkürzungsweg“ wählen,
  • haben 32 % Angst vor Verurteilung oder weiterer Stigmatisierung.

Dr David Buchebner, Chief Medical Officer at Yazen
Diese Zahlen sind besorgniserregend“, sagt Dr. David Buchebner, Chief Medical Officer bei Yazen. Sie zeigen, dass Menschen nicht nur gegen Adipositas kämpfen – sie kämpfen auch gegen die gesellschaftliche Wahrnehmung der Erkrankung. Die Scham entsteht nicht durch die Krankheit selbst, sondern durch die Bewertung, die ihr entgegengebracht wird.

Er ergänzt:

Der Welt-Adipositas-Tag ist ein klarer Aufruf zum Handeln. Gemeinsam können wir die Geschichte über Adipositas neu schreiben.

Eine Kultur der Schuldzuweisung hält Menschen von Hilfe ab

Bevor sie eine strukturierte medizinische Betreuung in Anspruch nahmen, versuchten 72 % der Patientinnen und Patienten, ihr Gewicht allein zu kontrollieren. Dieses Verhalten spiegelt eine tief verankerte gesellschaftliche Haltung wider: die Annahme, Gewichtsmanagement sei ausschließlich eine Frage der Willenskraft.

Doch Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die von genetischen, biologischen, hormonellen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst wird. Anhaltende Stigmatisierung verzögert häufig den Zugang zu professioneller Hilfe, erschwert offene Gespräche und verstärkt schädliche Stereotype.

Ein Aufruf zu mehr Mitgefühl am Welt-Adipositas-Tag

Zum Welt-Adipositas-Tag 2026 ruft Yazen dazu auf, die öffentliche Diskussion über Adipositas und ihre Behandlung grundlegend zu verändern – in den Medien, am Arbeitsplatz, im Gesundheitswesen und im privaten Umfeld.

Es ist Zeit, sich von Schuldzuweisungen und moralischer Bewertung zu verabschieden und stattdessen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Empathie und Respekt zu setzen. Nur so kann eine Umgebung entstehen, in der Betroffene ohne Angst vor Stigmatisierung Unterstützung suchen und annehmen können.

Für Rückfragen:
Anja Timme
press.de@yazen.com
+49 179 148 20 80

Ein Aufruf zu mehr Mitgefühl am Welt-Adipositas-Tag

Zum Welt-Adipositas-Tag 2026 ruft Yazen dazu auf, die öffentliche Diskussion über Adipositas und ihre Behandlung grundlegend zu verändern – in den Medien, am Arbeitsplatz, im Gesundheitswesen und im privaten Umfeld. Es ist Zeit, sich von Schuldzuweisungen und moralischer Bewertung zu verabschieden und stattdessen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Empathie und Respekt zu setzen. Nur so kann eine Umgebung entstehen, in der Betroffene ohne Angst vor Stigmatisierung Unterstützung suchen und annehmen können.

Über die Studie
Für diese Untersuchung wurden mehr als 1.352 aktive Yazen-Patientinnen und -Patienten in Schweden, Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Dänemark befragt. Die Datenerhebung wurde im Januar 2026 abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden einer standardisierten statistischen Analyse unterzogen und zusätzlich von unabhängigen medizinischen Expertinnen und Experten geprüft. Ziel der Studie ist es, das Verständnis für reale Behandlungsergebnisse („Real-World Outcomes“) und Patientenerfahrungen mit modernen Therapien im Gewichtsmanagement zu vertiefen. Einzelne Werte wurden gerundet.

Über Yazen
Yazen ist ein digitaler Gesundheitsanbieter mit Spezialisierung auf die Behandlung von Adipositas – einer chronischen Erkrankung, die eine langfristige Betreuung erfordert. Das Unternehmen ist derzeit in acht Ländern aktiv: Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Deutschland und Spanien. Das Team umfasst 270 Mitarbeitende, davon 200 im klinischen Bereich – einschließlich 100 approbierter Ärztinnen und Ärzte. Das einzigartige Behandlungsmodell von Yazen kombiniert moderne medikamentöse Therapien mit kontinuierlicher digitaler Betreuung, einer festen ärztlichen Ansprechperson sowie einem interdisziplinären Team aus Gesundheitscoach, Ernährungsberatung, Psychologie und Physiotherapie. Studien zeigen, dass dieser ganzheitliche Ansatz bessere und nachhaltigere Ergebnisse erzielt als eine alleinige medikamentöse Behandlung.

Derzeit befinden sich mehr als 35.000 Patientinnen und Patienten in Behandlung. Insgesamt haben 47.000 Patientinnen und Patienten gemeinsam über 560 Tonnen Gewicht reduziert.

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