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Medizin
16/1/2026

Abnehmen mit Medikamenten

Das Interesse an einer medizinischen Behandlung von Adipositas ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Adipositas ist eine chronische, komplexe und multifaktorielle Erkrankung. Das heißt, es geht nicht nur um das Körpergewicht, sondern um die gesamte Gesundheit und das Risiko für Folgeerkrankungen. Die Komplexität der Erkrankung zeigt sich darin, dass sie durch ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, hormonellen Signalen, Verhaltensweisen im Alltag und äußeren Lebensbedingungen beeinflusst wird.

Eine Erkrankung wie Adipositas als Krankheit zu definieren bedeutet klarzumachen, dass sie mehrere Organsysteme betrifft und weitreichende medizinische Folgen haben kann. Menschen mit Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für verschiedene Begleiterkrankungen, darunter Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe, nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD), Arthrose, hormonelle Störungen, eingeschränkte Fruchtbarkeit und bestimmte Krebsarten. Adipositas kann außerdem das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Die Entwicklung neuer medizinischer Behandlungen hat es möglich gemacht, eine Gewichtsabnahme heute strukturierter und wirksamer zu unterstützen als noch vor einigen Jahren.

Was bedeutet medizinische Gewichtsabnahme?

Medizinische Gewichtsabnahme bedeutet, dass das Abnehmen mit Unterstützung des Gesundheitssystems erfolgt, nach ärztlicher Beurteilung und auf Basis klarer medizinischer Kriterien. Das unterscheidet sich von selbst initiierten Lebensstiländerungen und von frei verkäuflichen Produkten, die oft keine solide wissenschaftliche Grundlage haben oder nur begrenzt wirken.

Für viele Menschen, besonders bei Adipositas oder wenn es schwerfällt, ein niedrigeres Gewicht langfristig zu halten, kann professionelle Hilfe und kontinuierliche Begleitung entscheidend sein, um nachhaltige Ergebnisse zu erreichen.

Eine medikamentöse Behandlung kann sinnvoll sein, wenn strukturierte Lebensstiländerungen nicht ausreichend geholfen haben oder wenn Adipositas zusammen mit weiteren Gesundheitsrisiken einen höheren Bedarf an intensiverer und kontrollierter Behandlung mit sich bringt. Ob eine medikamentöse Therapie geeignet ist, entscheidet immer eine Ärztin oder ein Arzt, basierend auf den individuellen Bedürfnissen, medizinischen Kriterien und dem gesamten Gesundheitsbild.

Welche medizinischen Behandlungen gibt es zur Gewichtsabnahme?

Heute stehen mehrere medizinische Behandlungen zur Verfügung, die für die Gewichtsabnahme bei Adipositas oder bei Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen zugelassen sind. Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, sollte eine medikamentöse Behandlung immer mit einer kalorienreduzierten Ernährung und regelmäßiger Bewegung kombiniert werden. Diese Schritte sind wichtig, um die Wirkung der Medikamente zu optimieren und das Risiko für Nebenwirkungen zu senken.

Die verschiedenen Medikamente wirken über unterschiedliche Mechanismen. Orlistat reduziert die Aufnahme von Nahrungsfett um etwa 30 %. Naltrexon/Bupropion beeinflusst Hunger, Verlangen und Sättigung über zentrale Signalsysteme.

Moderne medizinische Behandlungen werden heute vor allem von GLP-1-basierten Medikamenten geprägt, die die Wirkung eines körpereigenen Darmhormons nachahmen. Sie entfalten ihre Wirkung über mehrere zusammenwirkende Effekte, zum Beispiel durch geringeren Appetit, eine bessere Blutzuckerregulation, stärkere Sättigung, Einfluss auf das Belohnungssystem und eine langsamere Magenentleerung. Zusammen erleichtert das eine Reduktion der Energieaufnahme, ohne dass das Hungergefühl zunimmt. Studien zeigen, dass eine Behandlung mit Semaglutid nach 68 Wochen zu einer Gewichtsabnahme von etwa 15 % des Ausgangsgewichts führen kann. Höhere Dosierungen von Tirzepatid haben in Studien nach 72 Wochen eine Gewichtsabnahme von rund 20 % gezeigt.

Wie wirken Medikamente zum Abnehmen?

Medikamente zur Gewichtsabnahme setzen an zentralen Mechanismen wie Hunger, Sättigung und dem Belohnungssystem an. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger Appetit, ein früheres Sättigungsgefühl und eine geringere spontane Energieaufnahme. Dadurch fällt es oft leichter, weniger zu essen und die Portionsmengen über den Tag zu verändern. Medikamente sind jedoch kein schneller Trick. Für eine wirksame Gewichtsabnahme und eine bessere Gesundheit sollten sie immer mit Ernährungsumstellungen und Bewegung kombiniert werden.

Es geht also nicht darum, sich „zusammenzureißen“, sondern biologische Signale zu dämpfen, die eine Gewichtsabnahme sonst sehr schwer machen. Aus Sicht von Yazen ist das zentral: Adipositas ist kein Ausdruck fehlender Willenskraft, sondern eine komplexe Erkrankung, bei der biologische Faktoren eine große Rolle spielen.

Wer kann Medikamente gegen Adipositas verschrieben bekommen?

Eine medikamentöse Behandlung zur Gewichtsabnahme kann für Menschen mit Adipositas infrage kommen oder für Personen mit Übergewicht in Kombination mit gewichtsbedingten Gesundheitsproblemen. Die erste Einschätzung orientiert sich meist am BMI (Body-Mass-Index), einem Maß, das Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis setzt. Eine medikamentöse Behandlung kann bei einem BMI von ≥ 30 erwogen werden oder bei einem BMI von ≥ 27, wenn zusätzliche gewichtsbedingte Erkrankungen vorliegen.

Nicht jede Person eignet sich für eine Behandlung mit Medikamenten. Bestimmte Erkrankungen, laufende Medikamententherapien oder individuelle Risikofaktoren können dafür sprechen, andere Behandlungsformen zu wählen. Deshalb ist immer eine individuelle ärztliche Beurteilung und eine regelmäßige Begleitung während der Behandlung notwendig.

Nach Beginn der Therapie ist es wichtig, Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Lebensstil umzusetzen. Diese Faktoren haben großen Einfluss auf den Behandlungserfolg und die langfristige Gesundheit.

Bei Yazen geschieht das in einem strukturierten, personenzentrierten Prozess. Jede Patientin und jeder Patient wird individuell ärztlich beurteilt und von unserem Behandlungsteam begleitet.

Medikamente sind nicht die ganze Lösung – warum ein ganzheitlicher Ansatz wichtig ist

Eine medikamentöse Behandlung kann eine starke Unterstützung sein, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit, Gewohnheiten zu verändern oder neue Essmuster zu entwickeln. Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme braucht es oft sowohl medizinische Behandlung als auch Hilfe dabei, nachhaltige Routinen und Struktur im Essverhalten zu finden. Studien zeigen, dass langfristige Ergebnisse eng mit der Kombination aus Medikamenten, Ernährungsunterstützung, Verhaltensänderung und regelmäßiger Betreuung verbunden sind. Auch kleine Veränderungen im Alltag können positive Effekte auf die Gesundheit haben, selbst wenn keine große Gewichtsabnahme erreicht wird.

Das Behandlungskonzept von Yazen basiert deshalb auf der Zusammenarbeit zwischen ärztlicher Betreuung und Lifestyle-Coaching, mit Fokus auf Nachhaltigkeit statt auf schnelle Ergebnisse. Es kann viele Jahre dauern, bis sich der Körper an ein niedrigeres Gewicht angepasst hat. Umso wichtiger ist eine langfristige Begleitung. Psychologische Unterstützung kann zusätzlich helfen, Situationen zu erkennen, die zu ungesundem Essverhalten führen, und Veränderungsprozesse zu unterstützen.

Psychologische Unterstützung bei der Gewichtsabnahme

Psychologische Unterstützung kann ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Gewichtsabnahme sein. Es gibt verschiedene Formen psychologischer Begleitung, die dabei helfen können, Gedanken und Verhaltensweisen zu verstehen und zu verändern, die Essgewohnheiten und Motivation für Bewegung beeinflussen.

Eine Psychologin oder ein Psychologe kann dabei unterstützen, mit Stress, Emotionen und anderen Herausforderungen umzugehen, die das Abnehmen erschweren. In Kombination mit Ernährungsumstellungen und mehr Bewegung steigen die Chancen auf eine langfristige und gesunde Gewichtsabnahme. Psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen ist ein guter Weg, zusätzliche Unterstützung zu bekommen und neue Strategien zu entwickeln, um Ziele zu erreichen. Bei Yazen stehen bei Bedarf auch Psychologinnen und Psychologen als Teil unseres Behandlungsteams zur Verfügung.

Sicherheit, Nebenwirkungen und langfristige Ergebnisse

Wie jede medizinische Behandlung kann auch eine Therapie zur Gewichtsabnahme Nebenwirkungen haben. Am häufigsten sind Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, besonders zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosisanpassung. Die richtige Dosierung, regelmäßige Kontrollen und eine ärztliche Begleitung sind entscheidend für die Sicherheit. Um die passende Behandlung zu finden, ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal erhalten und Hilfsmittel nutzen, die helfen, eine individuell passende Lösung zu finden. Selbstmedikation birgt Risiken und sollte immer vermieden werden.

Studien zeigen, dass das Gewicht nach dem Absetzen der Behandlung häufig wieder ansteigt. Das unterstreicht, wie wichtig ein langfristiger Ansatz ist. Für nachhaltigen Erfolg braucht es meist nicht nur Medikamente, sondern auch regelmäßige Betreuung, Veränderungen im Lebensstil und Unterstützung durch Fachpersonen.

Ernährungsgewohnheiten und Gewichtsabnahme

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle beim Abnehmen und beim langfristigen Halten eines gesunden Gewichts. Für eine Gewichtsabnahme ist ein Kaloriendefizit notwendig, also dass weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird. Medikamente können dabei helfen, indem sie die Sättigung erhöhen und den Hunger reduzieren. Bei geringerer Energiezufuhr ist es besonders wichtig, nährstoffreich zu essen, um den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß zu decken. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinquellen hilft, Kalorien zu reduzieren und gleichzeitig länger satt zu bleiben. Ebenso wichtig ist es, Zucker, gesättigte Fette und Salz zu begrenzen. Regelmäßige Mahlzeiten und das Vermeiden von Mahlzeitenpausen können helfen, den Blutzucker stabil zu halten und Heißhunger später am Tag zu vermeiden.

Das Sättigungsgefühl ist ein wichtiger Faktor beim Abnehmen. Wer Lebensmittel wählt, die gut sättigen, kann Hungergefühle reduzieren und es fällt leichter, sich an eine gesunde Ernährung zu halten. Lebensmittel mit viel Ballaststoffen, Eiweiß und gesunden Fetten, zum Beispiel Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Hähnchen und Fisch, fördern die Sättigung und sorgen dafür, dass man sich länger zufrieden fühlt.

Wer zusätzliche Unterstützung möchte, kann von einer Ernährungsberatung durch eine Diätologin, einen Diätologen oder eine andere Fachperson profitieren. Persönliche Empfehlungen helfen dabei, neue Essgewohnheiten zu entwickeln, die zum eigenen Alltag passen. Mit dem richtigen Wissen und der passenden Begleitung wird es leichter, nachhaltige Veränderungen umzusetzen.

Körperliche Aktivität bei der Gewichtsabnahme

Regelmäßige Bewegung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung bei Gewichtsabnahme. Sie verstärkt die Wirkung von Medikamenten, verbessert Stoffwechsel und Wohlbefinden und senkt das Risiko für Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen.

Empfohlene Formen der Bewegung:

  • Alltagsbewegung: Treppen nehmen, zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren
  • Aktivität mit erhöhter Herzfrequenz: zum Beispiel zügiges Gehen, Schwimmen oder Radfahren
  • Krafttraining: zwei bis drei Mal pro Woche, um Muskelmasse zu erhalten und den Stoffwechsel zu unterstützen

Die Bewegung sollte an die individuellen Voraussetzungen, den Gesundheitszustand und die persönlichen Ziele angepasst werden. Körperliche Aktivität fest in den Alltag zu integrieren, ist ein wichtiger Teil des Abnehmprozesses.

Zusammenfassung

Eine medikamentöse Behandlung kann ein wirksames Werkzeug bei der Gewichtsabnahme sein, ist aber nie eine alleinige Lösung. Adipositas erfordert die gleiche medizinische Ernsthaftigkeit und langfristige Betreuung wie andere chronische Erkrankungen, mit individueller Behandlung und regelmäßiger Nachsorge.

Heute gibt es verschiedene Medikamente zur Behandlung von Adipositas. Die neue Generation ist vor allem durch GLP-1-Agonisten geprägt, die unter anderem Appetit- und Sättigungssignale im Körper beeinflussen und so eine Reduktion der Energieaufnahme erleichtern können.

Yazen setzt sich dafür ein, medizinische Gewichtsabnahme sicher, evidenzbasiert und nachhaltig zu gestalten, mit dem Fokus auf die Gesundheit der Patientinnen und Patienten, langfristig.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde übersetzt. Die englische Originalversion dient als Vorlage. Im Zweifelsfall hat der englische Wortlaut Vorrang.

Artikel überprüft von:
January 15, 2026
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February 4, 2026

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