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Nutrition
28/6/2024

Gesund abnehmen mit nordischer Ernährung: Was die NNR-Empfehlungen bedeuten

Gedeckter Tisch mit Fischgerichten, Rote-Beete-Salat und Kartoffelsalat

Nordische Ernährung zur Gewichtsabnahme

  • Die Nordischen Ernährungsempfehlungen (NNR) bilden die wissenschaftliche Grundlage für Ernährungsempfehlungen in allen nordischen Ländern und werden etwa alle acht Jahre aktualisiert – zuletzt 2023.
  • Sie zeigen, wie wir essen und uns bewegen sollten, um die Gesundheit zu fördern, das Risiko chronischer Erkrankungen zu senken – und langfristig gesund abzunehmen.
  • Die Empfehlungen setzen den Fokus auf mehr pflanzenbasierte Lebensmittel, gesündere Fette, Fisch und Meeresfrüchte sowie Vollkornprodukte – und weniger Zucker, Salz, rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte.
  • Im Gegensatz zu kurzfristigen Diäten unterstützt die nordische Ernährung die Gewichtsabnahme durch ein langfristig nachhaltiges Ernährungsmuster, basierend auf der bestverfügbaren Evidenz
  • Die Empfehlungen umfassen auch körperliche Aktivität als wichtigen Teil des Gesamtbildes und zur Hilfe beim Abnehmen – für körperliche und seelische Gesundheit.
  • Sich an den NNR zu orientieren bedeutet nicht, einer Diät oder einem Trend zu folgen, sondern die Gesundheit langfristig auf Basis aktueller Forschung zu unterstützen. Aber was heißt es konkret, die nordische Ernährung im Alltag umzusetzen? Welche Essgewohnheiten stehen im Fokus, welche Vorteile gibt es – und was sagt die Forschung hinter diesen Empfehlungen?

Was sind die Nordischen Ernährungsempfehlungen?

NNR – die Nordischen Ernährungsempfehlungen – bilden die wissenschaftliche Grundlage für die offiziellen Ernährungsempfehlungen in allen nordischen Ländern. Sie werden ungefähr alle acht Jahre aktualisiert – zuletzt 2023 –, um neueste Forschungsergebnisse zu berücksichtigen.
Sie zeigen, wie wir essen und uns bewegen sollten, um die Gesundheit zu fördern und das Risiko chronischer Erkrankungen zu senken – und somit langfristig gesund abzunehmen. Die Empfehlungen sind darauf ausgerichtet, die öffentliche Gesundheit zu verbessern, und legen den Fokus auf Ernährungs­muster insgesamt sowie auf die Rolle verschiedener Lebensmittelgruppen.

Warum die NNR wichtig sind – für Gesundheit und Umwelt

Da Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Island ein ähnliches Klima, eine ähnliche Lebensmittelverfügbarkeit, Essgewohnheiten und gesundheitliche Herausforderungen teilen, wurden die NNR speziell für diese Region entwickelt. Viele dieser Empfehlungen sind auch für Menschen in Mitteleuropa von hoher Relevanz. Wenn du gesündere Entscheidungen treffen möchtest, bietet die nordische Ernährung einen starken, wissenschaftlich fundierten Ausgangspunkt – unabhängig davon, ob dein Fokus auf Gewicht, Blutfetten, Blutzucker oder allgemeinem Wohlbefinden liegt.

Die Empfehlungen sollen die Gesundheit in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen stärken, indem sie klare, wissenschaftlich fundierte Orientierung zu Ernährung und Nährstoffzufuhr geben und dadurch auch konkrete Hilfe beim Abnehmen darstellen.

Die NNR berücksichtigen zudem, wie diese Ernährung Klima und Umwelt beeinflusst.

NNR 2023: So sehen die Empfehlungen aus

1. Mehr pflanzenbasierte Lebensmittel

Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse sind ein zentraler Bestandteil der nordischen Ernährung. Sie liefern Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, unterstützen den Körper und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten.
Die nach den NNR empfohlene Ernährung sollte abwechslungsreich sein, um ausreichend Energie, Vitamine und Mineralstoffe zu liefern und Mangelzustände zu vermeiden.

2. Gesündere Fette

Die NNR empfehlen Fette vor allem aus pflanzlichen Ölen wie Raps- und Olivenöl sowie aus Fisch und Meeresfrüchten, Nüssen und Samen. Diese Quellen liefern ungesättigte Fette, die gut für die Herzgesundheit sind.
Gleichzeitig solltest du gesättigte Fette begrenzen – besonders aus vollfetten Milchprodukten, Fleisch und Wurstwaren –, da eine hohe Zufuhr mit einem höheren Risiko für mehrere chronische Erkrankungen verbunden ist.
Die Forschung zeigt klar: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt, wenn du einen Teil gesättigter Fette durch ungesättigte ersetzt.

3. Mehr Vollkorn

Vollkorn enthält mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und bioaktive Stoffe als Produkte aus ausgemahlenem (raffiniertem) Mehl. Eine höhere Vollkornzufuhr wird mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und langfristige Gewichtszunahme in Verbindung gebracht. Vollkorn unterstützt außerdem eine gleichmäßigere Sättigung und stabilere Blutzuckerwerte.

4. Mehr Fisch und weniger rotes Fleisch

Fisch und Meeresfrüchte werden regelmäßig empfohlen – idealerweise mehrmals pro Woche. Fettreicher Fisch wie Lachs, Hering und Makrele ist besonders wichtig, weil er Omega-3-Fettsäuren sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe liefert.
Rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte sollten begrenzt werden, da ein hoher Konsum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten verbunden ist.

5. Weniger Zucker und Salz

Die NNR empfehlen, Lebensmittel mit viel zugesetztem Zucker zu reduzieren – besonders zuckergesüßte Getränke, Snacks und Gebäck. Ein hoher Zuckerkonsum ist mit einem höheren Risiko für Gewichtszunahme, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Auch Salz sollte begrenzt werden: Zu viel Salz kann den Blutdruck erhöhen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Weniger salzige Produkte wählen und vor dem Nachsalzen probieren sind einfache Schritte.

6. Körperliche Aktivität – ebenfalls Teil der Empfehlungen

Die Nordischen Ernährungsempfehlungen gehen über die Ernährung hinaus und betonen Bewegung als zentralen Teil eines gesunden Lebensstils. Für Erwachsene bedeutet das:

  • 150–300 Minuten moderate Aktivität pro Woche oder 75–150 Minuten intensive Aktivität
  • Krafttraining 2–3-mal pro Woche, um Muskelmasse und Kraft zu erhalten
  • Weniger Sitzen: Lange Sitzzeiten sollten regelmäßig unterbrochen werden. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Bewegung beeinflusst die Herzgesundheit, bessere Blutzuckerkontrolle, stärkere Muskeln und Gelenke sowie mehr Wohlbefinden.

Wie kannst du die nordische Ernährung im Alltag umsetzen?

Die NNR bilden die Grundlage für öffentliche Ernährungsempfehlungen und helfen dir, praktische Entscheidungen im Alltag zu treffen. Ein paar einfache Startpunkte:

  • Fülle die Hälfte deines Tellers beim Mittag- und Abendessen mit Gemüse.
  • Steig auf Naturreis, Vollkornnudeln oder Bulgur um.
  • Nutze Raps- oder Olivenöl zum Kochen.
  • Iss 2–3-mal pro Woche Fisch.
  • Halte Obst, Gemüse und ungesalzene Nüsse als Snack zu Hause bereit.
  • Baue kleine, nachhaltige Routinen auf, statt alles auf einmal zu ändern.

Gesund abnehmen mit der nordischen Ernährung und Yazen

Die nordische Ernährung lässt sich hervorragend mit einer medizinischen Adipositas-Behandlung kombinieren. Die Ernährungsberatung von Yazen orientiert sich auch an den Nordischen Ernährungsempfehlungen.

Der Yazen-Ansatz umfasst: eine begrenzte Fettmenge mit besserer Fettqualität, viel Vollkorn, Ballaststoffe und Gemüse sowie drei Hauptmahlzeiten plus ein bis zwei Snacks nach Bedarf. Wenn der Appetit abnimmt – zum Beispiel durch Medikamente zur Gewichtsabnahme –, rückt Protein in den Fokus: weniger Fett und Kohlenhydrate, mehr proteinreiche Lebensmittel. Das hilft, die Muskelmasse zu erhalten, besonders in Kombination mit Krafttraining.

Du kannst die Essenszeiten an deinen Alltag anpassen. Zusammen mit deinem Yazen-Team erhältst du die Werkzeuge, um deine Ernährung nach deinen Vorlieben, Gewohnheiten, deiner Reaktion auf die Behandlung und eventuellen Allergien oder Unverträglichkeiten zu gestalten.

Hintergrund und Entwicklung der neuen Nordischen Ernährungsempfehlungen

Die NNR haben eine lange Geschichte und reichen bis 1980 zurück, als die ersten Empfehlungen vom Nordischen Ministerrat entwickelt wurden. Ziel war von Anfang an eine gemeinsame wissenschaftliche Grundlage für Ernährungsempfehlungen, angepasst an Essgewohnheiten, Herausforderungen und Bedingungen in den nordischen Ländern.

Die neueste Version – NNR 2023 – wurde im Juni 2023 veröffentlicht. Besonders ist, dass die Empfehlungen erstmals Gesundheit und Umwelt im selben Gesamtrahmen integrieren: NNR bewertet nicht nur, wie Lebensmittel die Gesundheit beeinflussen, sondern auch, wie unsere Ernährung das Klima und die Umwelt betrifft. Ziel sind nachhaltige Essgewohnheiten – für Menschen und Planet.

Die Arbeit wird vom Nordischen Ministerrat geleitet und basiert auf umfangreichen systematischen Literaturübersichten von Forschenden und Expert:innen aus der gesamten nordischen Region.

NNR 2023 betont unter anderem: mehr pflanzenbasierte Lebensmittel, mindestens 500 g Obst und Gemüse pro Tag, mehr Vollkorn und mehr Fisch. Rotes Fleisch soll laut NNR auf einen gesundheitsbasierten Richtwert von maximal etwa 350 g pro Woche begrenzt werden – mit weiterer Reduktion aus Umweltgründen.

Diese Empfehlungen gelten für Erwachsene, aber die Prinzipien – mehr pflanzliche Kost und höhere Nährstoffdichte – sind für alle Altersgruppen relevant.

Zusammenfassung

Die NNR 2023 geben klare, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen, wie Ernährung und Bewegung die Gesundheit ein Leben lang unterstützen können. Im Fokus stehen Ernährungs­muster: mehr pflanzliche Lebensmittel, Vollkorn, Fisch, gesündere Fette – und weniger Zucker, Salz, rotes Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte.

Das Ziel ist keine kurzfristige Diät, sondern langfristig nachhaltige Gewohnheiten, die das Risiko chronischer Erkrankungen senken und gleichzeitig Umweltaspekte berücksichtigen. Durch kleine, machbare Schritte – wie mehr Vollkorn, mehr Gemüse und regelmäßige Aktivität – kannst du nach und nach Gewohnheiten aufbauen, die deine Gesundheit stärken. Und wer dabei professionelle Hilfe beim Abnehmen möchte, findet bei Yazen einen evidenzbasierten Ansatz.

Wenn du mehr über verschiedene Ernährungsweisen lesen möchtest, empfehlen wir dir unsere Artikelserie über Diäten.


Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde übersetzt. Die englische Originalversion dient als Vorlage. Im Zweifelsfall hat der englische Wortlaut Vorrang.

Artikel überprüft von:
June 27, 2024
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March 9, 2026

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