PCOS und Adipositas: Was der Zusammenhang für dein Gewicht bedeutet
PCOS und Übergewicht stehen in engem Zusammenhang. Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige hormonelle Erkrankung, die oft zusammen mit Übergewicht oder Adipositas auftritt. PCOS wird heutzutage auch als PMOS (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom) bezeichnet – eine Benennung, die den stoffwechsel- und hormonbezogenen Charakter der Erkrankung betont. Viele Frauen mit PCOS haben zudem eine Insulinresistenz, wodurch es schwerer werden kann, Gewicht zu verlieren, und leichter, Gewicht zuzunehmen.
Gleichzeitig kann Übergewicht mehrere der hormonellen Veränderungen verstärken, die mit PCOS einhergehen. Dadurch beeinflussen sich Gewicht, Hormone und Stoffwechsel gegenseitig auf eine Weise, die schwer zu durchbrechen sein kann. Für Frauen mit PCOS und Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme zu einer besseren Gesundheit beitragen und mehrere der Beschwerden lindern, die die Erkrankung verursachen kann.

Könnten Ihre Symptome mit PCOS zusammenhängen?
PCOS kann sich mit einer Vielzahl von Symptomen zeigen, darunter unregelmässige Perioden, Akne, übermässiger Haarwuchs und Schwierigkeiten beim Abnehmen. Da diese Symptome von Person zu Person unterschiedlich sein können, leben viele Menschen jahrelang mit PCOS, bevor sie eine Diagnose erhalten. Dieser kurze Selbsttest fragt nach häufigen PCOS-Symptomen und Risikofaktoren. Ihre Antworten können darauf hinweisen, ob es sinnvoll sein könnte, eine weitere medizinische Abklärung in Anspruch zu nehmen.
Der Test ist keine Diagnose, kann aber ein hilfreicher erster Schritt sein, um zu verstehen, ob Ihre Symptome mit PCOS zusammenhängen könnten.
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Warum treten PCOS und Übergewicht so häufig gemeinsam auf?
PCOS (das Polyzystische Ovarialsyndrom) ist eine hormonelle Erkrankung, bei der sich erhöhte Insulinwerte, vermehrte männliche Hormone und Übergewicht gegenseitig verstärken. PCOS und Adipositas treten deshalb oft gemeinsam auf. Eine Insulinresistenz ist bei PCOS weitverbreitet und bedeutet, dass die Körperzellen schlechter auf Insulin reagieren. Um das auszugleichen, muss der Körper mehr Insulin produzieren, damit der Blutzucker im normalen Bereich bleibt.
Erhöhte Insulinwerte wirken sich nicht nur darauf aus, wie der Körper den Blutzucker reguliert. Sie können auch dazu führen, dass die Eierstöcke vermehrt Androgene bilden, eine Gruppe von Geschlechtshormonen, die unter anderem zu vermehrtem Haarwuchs, Akne oder einem unregelmäßigen oder ausbleibenden Eisprung beitragen können.
Gleichzeitig hängt Übergewicht, besonders Bauchfett, häufig mit Insulinresistenz zusammen. Körperfett ist nicht nur ein Energiespeicher, sondern beeinflusst auch mehrere Hormone und andere Prozesse, die für den Stoffwechsel wichtig sind. Übergewicht, Insulinresistenz und hormonelle Veränderungen können sich deshalb gegenseitig verstärken, was es vielen Frauen mit PCOS leichter macht, zuzunehmen, und schwerer, ihr Gewicht zu regulieren.
Wichtig zu wissen: PCOS kommt auch bei Frauen mit normalem Gewicht vor, und nicht alle Frauen mit PCOS haben den gleichen Grad an Insulinresistenz. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass eine Gewichtsabnahme bei Frauen mit Übergewicht oder Adipositas den Körper oft insulinempfindlicher machen kann. Das wiederum kann dazu beitragen, dass sich sowohl der Hormonhaushalt als auch mehrere mit PCOS verbundene Beschwerden verbessern.

Wie wirken sich PCOS und Adipositas auf Appetit und Hungergefühl aus?
Viele Frauen mit PCOS erleben, dass sie häufiger hungrig werden, sich nach Mahlzeiten weniger satt fühlen oder ein stärkeres Verlangen nach energiereicher Nahrung verspüren. Dafür gibt es mehrere Gründe. Insulinresistenz, die bei PCOS häufig vorkommt, kann beeinflussen, wie der Körper Energie verarbeitet und wie der Appetit reguliert wird. Gleichzeitig sind Übergewicht oder Adipositas bei Frauen mit PCOS verbreiteter, was sich ebenfalls auf die körpereigenen Hunger- und Sättigungssignale auswirken kann.
Bei Adipositas kann sich die natürliche Regulierung von Hunger und Sättigung verändern. Das kann dazu führen, dass man sich hungriger fühlt, nach Mahlzeiten weniger satt wird oder öfter an Essen denkt als zuvor. Auch das Belohnungssystem im Gehirn kann davon betroffen sein, wodurch energiereiche Nahrung besonders verlockend wirken kann.
Symptome bei PCOS: von unregelmäßiger Periode bis vermehrtem Haarwuchs
Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) kann sich je nach Person unterschiedlich äußern. Häufige Beschwerden sind eine unregelmäßige Periode, ausbleibender Eisprung und Anzeichen erhöhter Androgenwerte, zum Beispiel Akne oder vermehrter Haarwuchs. Viele suchen gerade deshalb ärztlichen Rat, weil die Periode unregelmäßig ist, eine Schwangerschaft schwerfällt oder Akne beziehungsweise vermehrte Behaarung belastend sind.
Häufige Symptome bei PCOS sind:
- Unregelmäßige oder ausbleibende Periode
- Schwierigkeiten, schwanger zu werden, aufgrund von ausbleibendem oder unregelmäßigem Eisprung
- Vermehrter Haarwuchs im Gesicht oder am Körper (Hirsutismus)
- Akne und fettige Haut
- Haarausfall oder dünner werdendes Haar auf dem Kopf
- Übergewicht oder Adipositas
- Insulinresistenz und andere Anzeichen für eine gestörte Stoffwechselgesundheit
PCOS wirkt sich nicht nur auf den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit aus. Viele Frauen berichten außerdem, dass sie sich müde und energielos fühlen, schlechter schlafen oder sich psychisch belastet fühlen, etwa durch niedergeschlagene Stimmung oder Ängste. PCOS ist zudem mit einem erhöhten Risiko für unter anderem erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes verbunden, besonders bei Frauen, die zusätzlich Übergewicht oder Adipositas haben.
Wie sich die Symptome zeigen und wie stark sie ausgeprägt sind, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche haben nur leichte Beschwerden, während andere im Alltag deutlicher davon betroffen sind. Wichtig zu wissen ist überdies, dass nicht alle Frauen mit PCOS Übergewicht oder eine Insulinresistenz haben.

So kannst du eine Gewichtsabnahme unterstützen
Für Frauen mit PCOS und Übergewicht oder Adipositas ist eine Gewichtsabnahme oft ein wichtiger Teil der Behandlung. Schon eine begrenzte Gewichtsabnahme kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und Symptome lindern.
Drei wichtige Bausteine der Behandlung sind Ernährung, körperliche Aktivität und, bei Bedarf, eine medikamentöse Therapie.
1. Ernährung bei PCOS: Essgewohnheiten, die helfen können
Eine nährstoffreiche Ernährung kann es leichter machen, das Gewicht zu regulieren, und dazu beitragen, dass der Körper besser funktioniert. Ein individueller PCOS-Ernährungsplan muss dabei keine strenge PCOS-Diät bedeuten – entscheidend ist eine langfristig umsetzbare Auswahl an Lebensmitteln.
- Ballaststoffreiche Kohlenhydrate: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und andere ballaststoffreiche Lebensmittel können zu einem stärkeren Sättigungsgefühl und einem gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten beitragen.
- Ausreichend Eiweiß: Lebensmittel wie Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und mageres Fleisch können die Sättigung fördern und helfen, bei der Gewichtsabnahme Muskelmasse zu erhalten.
- Gesunde Fette: Nüsse, Samen, Olivenöl und fettreicher Fisch sind Beispiele für Lebensmittel, die in vielen gesunden Ernährungsweisen enthalten sind.
2. Regelmäßige Bewegung
Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Baustein, um sich bei PCOS besser zu fühlen. Sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining können den Körper insulinempfindlicher machen und die Gesundheit verbessern.
Krafttraining hilft dabei, Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten, während Ausdauertraining Herz und Lunge stärkt und die Fitness verbessert. Für die meisten Erwachsenen werden mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche empfohlen, idealerweise ergänzt durch muskelstärkendes Training zwei- bis dreimal pro Woche.
3. Medikamentöse Behandlung
Für manche Frauen mit PCOS und Übergewicht oder Adipositas können Medikamente zur Gewichtsabnahme eine sinnvolle Ergänzung zu Veränderungen des Lebensstils sein. GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro) können durch ein stärkeres Sättigungsgefühl und einen verringerten Appetit zur Gewichtsabnahme beitragen.
Eine Gewichtsabnahme kann dazu beitragen, mehrere der bei PCOS häufigen Beschwerden zu lindern. Wie groß die Verbesserung ausfällt, ist von Person zu Person unterschiedlich, und welche Behandlung am besten passt, hängt von der individuellen Gesundheit, den Symptomen und den persönlichen Zielen ab.
Ernährung, körperliche Aktivität und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung wirken oft am besten, wenn sie als Teil einer langfristigen und nachhaltigen Behandlungsstrategie kombiniert werden.
Zusammenfassung
PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) bzw. seine aktuelle Bezeichnung PMOS (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom) ist eine hormonelle Erkrankung, die häufig mit Insulinresistenz und Übergewicht zusammenhängt. Für Frauen mit PCOS und Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme den Körper insulinempfindlicher machen und dazu beitragen, mehrere der durch die Erkrankung verursachten Beschwerden zu lindern. Gesunde Essgewohnheiten, regelmäßige Bewegung und, für manche, eine medikamentöse Behandlung können gemeinsam gute Voraussetzungen für eine nachhaltige Gewichtsabnahme und eine bessere Gesundheit auf lange Sicht schaffen.

Häufige Fragen zu PCOS und Übergewicht
Wie kann ich mit PCOS abnehmen?
Abnehmen mit PCOS gelingt am besten über eine Kombination aus nährstoffreicher Ernährung, regelmäßiger Bewegung und – für manche Frauen – einer ärztlich begleiteten medikamentösen Behandlung. Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und mehrere PCOS-Beschwerden lindern. Welcher Weg zu dir passt, hängt von deiner individuellen Gesundheit ab.
Welche Stoffwechselerkrankung steckt hinter PCOS?
PCOS wird häufig als Stoffwechselerkrankung mit hormonellem Schwerpunkt eingeordnet. Zentral ist die Insulinresistenz: Die Körperzellen reagieren schlechter auf Insulin, was den Hormonhaushalt und das Gewicht beeinflusst. Genau diese Verbindung von Stoffwechsel und Hormonen greift auch die alternative Bezeichnung PMOS auf.
Kann Ozempic bei Insulinresistenz und PCOS helfen?
Ozempic bei Insulinresistenz ist ein häufig gesuchtes Thema, das Medikament ist jedoch für Typ-2-Diabetes zugelassen, nicht für die Gewichtsabnahme. Zur Gewichtsreduktion werden die verwandten Wirkstoffe Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro) eingesetzt. Ob ein GLP-1-Medikament für dich infrage kommt, kannst du gemeinsam mit den Ärzten bei Yazen klären.

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