STYLE SHEET
GLOBAL CSS
COLORS
ANIMATIONS
MEDIA QUERY
SPACING SYSTEM
26/2/2026

Krafttraining zum Abnehmen: so baust du Muskeln auf und verbrennst Fett

Krafttraining ist ein effektiver Weg zum Abnehmen: Du baust Muskeln auf, verbrennst mehr Kalorien und veränderst deine Körperzusammensetzung. Mit wenigen Grundübungen können sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene ihren ganzen Körper trainieren und dabei das Gewicht und Tempo an ihreTagesform anpassen.

Bild einer Langhantel

Warum Krafttraining beim Abnehmen hilft

Abnehmen mit Krafttraining funktioniert über zwei Hebel. Erstens verbrauchst du während des Trainings selbst Energie. Zweitens – und das ist der entscheidende Punkt – baust du Muskelmasse auf oder erhältst sie während einer Diät. Mehr Muskelmasse erhöht den Grundumsatz, also die Kalorien, die dein Körper in Ruhe verbraucht. So unterstützt Krafttraining das Abnehmen nachhaltiger als Diät allein. Die WHO empfiehlt Erwachsenen an mindestens zwei Tagen pro Woche muskelkräftigende Aktivitäten, um ihre Gesundheit zu erhalten und ihre Gewicht zu kontrollieren (WHO-Bewegungsempfehlungen).

Der Effekt von Krafttraining auf die Kalorienbilanz ist also doppelt: akuter Verbrauch plus langfristig höherer Energieumsatz durch mehr Muskelmasse. Genau deshalb empfiehlt es sich, beim Abnehmen durch Krafttraining nicht nur auf die Waage zu schauen, sondern auf die Veränderung der Körperzusammensetzung.

Ein vielseitiges Trainingsgerät

Training mit freien Gewichten, besonders mit der Langhantel, ist ein effektiver Weg zu einem starken und funktionellen Körper. Langhanteltraining basiert häufig auf großen, zusammengesetzten Übungen, bei denen mehrere Muskelgruppen gemeinsam arbeiten. Mit demselben Equipment kannst du daher den gesamten Körper trainieren – Beine, Gesäß, Rücken, Arme und Schultern. Das macht die Langhantel zu einem der vielseitigsten Trainingsgeräte und kann dir helfen, Fett zu verbrennen und Muskeln aufzubauen, Kraft aufzubauen und die Koordination zu verbessern. Typische Übungen sind zum Beispiel Kreuzheben, Kniebeuge, Rudern und Schulterdrücken.

Wenn du zuhause trainieren möchtest, brauchst du nur eine Langhantel und ein paar Gewichtsscheiben, um loszulegen – das macht sie zu einer praktischen Lösung für regelmäßiges Training ohne Fitnessstudio.

Krafttraining mit der Langhantel ist ideal, wenn du:

  • mehrere Muskelgruppen gleichzeitig mit wenigen Übungen trainieren willst
  • Grundkraft im ganzen Körper aufbauen möchtest
  • beim Abnehmen Muskelmasse erhalten oder aufbauen willst
  • auch bei wenig Zeit effektiv trainieren willst
  • Balance und Körperkontrolle verbessern möchtest
  • Grundbewegungen trainieren willst, die dir im Alltag nützen
  • das Gewicht schrittweise steigern möchtest, wenn die Technik sitzt

Sechs effektive Übungen mit der Langhantel

Wenn du mit der Langhantel loslegst, beginnst du am besten bei den Basisbewegungen des Körpers: in die Knie gehen, aus der Hüfte beugen, drücken und ziehen. Das sind Bewegungen, die wir ähnlich im Alltag ausführen – etwa etwas vom Boden aufheben oder sich hinsetzen und wieder aufstehen. Hier sind die wichtigsten Übungen, die du beherrschen solltest:

1. Kniebeuge (Squat)

Die Kniebeuge ist eine der grundlegendsten und effektivsten Übungen mit der Langhantel. Sie trainiert vor allem Oberschenkel, Gesäß und Rumpf.

So geht's: Platziere die Langhantel auf dem oberen Rücken (nicht im Nacken). Stehe mit den Füßen etwa schulterbreit auseinander, die Zehen leicht nach außen gedreht. Spanne den Bauch an und halte die Brust aufrecht. Beuge gleichzeitig in Hüfte und Knien und senke dich kontrolliert ab, bis die Oberschenkel parallel zum Boden sind – oder so tief du es mit guter Technik schaffst. Drücke dich dann durch die Fersen wieder hoch.

Für eine saubere Kniebeuge brauchst du gute Beweglichkeit vor allem in Sprunggelenken, Hüften und der Brustwirbelsäule. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, können die Fersen hochkommen, die Knie nach innen fallen oder der Oberkörper nach vorne kippen. Dann hilft es, das Gewicht zu reduzieren, weniger tief zu gehen oder eine leichte Fersenerhöhung zu nutzen, bis die Technik sitzt.

Wichtig:

  • Halte den Rücken während der gesamten Bewegung neutral.
  • Lass die Knie in Richtung der Zehen zeigen.
  • Vermeide es, den Oberkörper nach vorne fallen zu lassen.
  • Spanne den Rumpf vor jeder Wiederholung an.

2. Kreuzheben (Deadlift)

Kreuzheben trainiert die Oberschenkelrückseite, das Gesäß, den Rücken und die Griffkraft. Es ist eine klassische Hüftbeugebewegung, die die gesamte Rückseite des Körpers stärkt. Hier wird das traditionelle Kreuzheben beschrieben, aber es gibt mehrere Varianten, zum Beispiel rumänisches Kreuzheben, Steifbeinkreuzheben und Sumo-Kreuzheben.

So geht's: Stell dich schulterbreit hin und positioniere die Stange nah an deinen Schienbeinen. Beuge dich aus der Hüfte nach vorne und greif die Stange mit geradem Rücken. Spann deinen Bauch an, drück die Füße in den Boden und heb die Stange hoch, indem du Hüfte und Knie gleichzeitig streckst. Die Stange bleibt dabei den ganzen Weg eng am Körper. Senke die Hantel anschließend kontrolliert wieder ab.

Wichtig:

  • Halte den Rücken neutral – vermeide es, den unteren Rücken rund werden zu lassen.
  • Hebe durch Beinschub, nicht indem du mit dem Rücken „ziehst".
  • Halte die Stange jederzeit nah am Körper.
  • Starte jede Wiederholung aus einer stabilen Position.

3. Bankdrücken (Bench Press)

Bankdrücken ist eine der klassischsten Druckübungen mit der Langhantel. Sie trainiert vor allem Brust, vordere Schultern und Trizeps und ist eine gute Übung zum Aufbau von Oberkörperkraft.

So geht's: Leg dich auf die Bank, sodass deine Augen ungefähr unter der Stange sind. Stell die Füße fest auf den Boden. Greif die Stange etwas breiter als schulterbreit und zieh die Schulterblätter leicht zusammen und nach unten – stell dir vor, du steckst sie in deine Hosentaschen. Heb die Stange aus der Ablage, senke sie kontrolliert zur unteren Brust und drück sie dann in einem Zug nach oben, bis die Arme gestreckt sind – ohne die Körperspannung zu verlieren.

Wichtig:

  • Halte die Füße am Boden und baue Stabilität im gesamten Körper auf.
  • Ziehe die Schulterblätter zurück und nach unten für bessere Kontrolle und Schulterkomfort.
  • Senke die Stange kontrolliert ab und halte die Handgelenke neutral (nicht „nach hinten gebogen").
  • Lass die Ellbogen schräg nach außen gehen, aber nicht gerade zur Seite – finde einen angenehmen Winkel.

4. Schulterdrücken (Overhead Press)

Das Schulterdrücken – auch Überkopfdrücken oder Military Press genannt – ist eine effektive Übung für die Schultern, den Trizeps und die Rumpfstabilität. Da du das Gewicht über den Kopf drückst, sind eine saubere Technik und ein fest angespannter Rumpf wichtig.

So geht's: Stehe mit den Füßen etwa hüftbreit und halte die Stange auf Höhe des oberen Brustkorbs/Schlüsselbeins mit einem Griff knapp außerhalb der Schultern. Spanne Bauch und Gesäß an, halte den Brustkorb „unten" (vermeide ein Hohlkreuz). Drücke die Stange gerade nach oben über den Kopf. Wenn die Stange an der Stirn vorbeizieht, kannst du den Kopf leicht nach vorne führen, sodass die Stange über der Körpermitte landet. Senke sie dann kontrolliert zurück in die Ausgangsposition.

Wichtig:

  • Spanne Rumpf und Gesäß die ganze Zeit über an, um übermäßiges Hohlkreuz zu vermeiden.
  • Drücke die Stange so geradlinig wie möglich (nah am Gesicht auf dem Weg nach oben).
  • Halte die Handgelenke über den Unterarmen gestapelt für Stabilität.
  • Wirf das Gewicht nicht hoch – führe die Bewegung ruhig und kontrolliert aus.
  • Wenn es in den Schultern zwickt: Teste einen engeren Griff oder reduziere das Gewicht und arbeite an der Technik.

5. Hüftheben mit der Langhantel (Hip Thrust)

Der Hip Thrust ist eine effektive Übung zum Stärken und Aufbauen der Gesäßmuskulatur. Er aktiviert hauptsächlich das Gesäß, aber auch die Oberschenkelrückseite und der Rumpf arbeiten, um die Bewegung zu stabilisieren.

So geht's: Lehne den oberen Rücken gegen eine Bank und rolle die Langhantel über die Hüften. Nutze gerne eine Polsterung, damit es angenehmer ist. Stelle die Füße etwa schulterbreit auseinander, die Knie gebeugt. Spanne den Bauch an und drücke durch die Fersen, wenn du die Hüften nach oben hebst. In der oberen Position soll der Körper eine gerade Linie von den Schultern bis zu den Knien bilden. Senke die Hüften dann kontrolliert zurück in die Ausgangsposition.

Wichtig:

  • Konzentriere dich darauf, die Bewegung mit dem Gesäß zu führen – nicht durch Überstrecken des unteren Rückens.
  • Halte den Rumpf gespannt und verliere nicht die Kontrolle in der oberen Position.
  • Achte darauf, dass die Knie in Richtung der Füße zeigen und nicht nach innen fallen.
  • Drücke durch die Fersen, um besseren Kontakt mit der Gesäßmuskulatur zu spüren.

6. Langhantelrudern (Barbell Row)

Langhantelrudern ist eine klassische Zugübung, die den oberen Rücken, die hinteren Schultern und die Arme stärkt. Sie hilft beim Aufbau eines kräftigen Rückens und trägt zu einer besseren Haltung bei.

So geht's: Stehe mit den Füßen hüftbreit und greife die Stange etwas breiter als schulterbreit. Beuge in den Hüften und lehne den Oberkörper nach vorne, mit geradem Rücken. Halte den Rumpf gespannt und lass die Arme gerade nach unten hängen. Ziehe die Stange zur Unterbauchregion, indem du die Ellbogen nach hinten führst. Senke die Stange dann kontrolliert zurück in die Ausgangsposition.

Wichtig:

  • Halte den Rücken während der gesamten Bewegung neutral.
  • Spanne den Rumpf an, um den Oberkörper stabil zu halten.
  • Führe die Ellbogen nach hinten, anstatt die Stange mit den Händen hochzuziehen.
  • Vermeide es, mit dem Oberkörper zu schaukeln, um das Gewicht hochzubringen.
  • Halte den Nacken in einer neutralen Position, der Blick geht leicht schräg nach unten.

Technik vor Gewicht

Wenn du mit dem Krafttraining zum Abnehmen beginnst, lautet der wichtigste Tipp: Technik vor Gewicht. Starte mit einer leeren Stange oder sehr leichten Gewichten, um das Bewegungsmuster richtig einzuüben. Das reduziert das Verletzungsrisiko und stellt sicher, dass du die richtigen Muskeln aktivierst. Halte die Brust während der gesamten Übung stolz aufgerichtet und den Rücken gerade. Fang auf einem Niveau an, das sich sicher anfühlt, und erhöhe die Belastung schrittweise, wenn die Technik sitzt. Wichtig ist auch, auf den Körper zu hören. Das Training soll sich fordernd anfühlen, aber niemals schmerzhaft sein.

Wie oft solltest du Krafttraining zum Abnehmen machen?

Für Abnehmerfolge mit Krafttraining plane als Anfänger 2–3 Einheiten pro Woche ein. Trainiere pro Einheit den ganzen Körper, mache 8–12 Wiederholungen pro Übung in 2–3 Sätzen. Wenn du dich mit der Technik sicher fühlst und problemlos mehr als 12 Wiederholungen schaffst, ist es Zeit, mehr Gewicht aufzulegen. Diese Frequenz deckt sich mit den Empfehlungen, an mindestens zwei Tagen pro Woche alle großen Muskelgruppen zu trainieren.

Beispiel-Trainingsplan

Wenn du die grundlegenden Langhantelübungen gelernt hast, ist es an der Zeit, deinen Trainingsplan zu gestalten. Damit dein Körper sich erholen und Kraft aufbauen kann, solltest du Übungen und Trainingstage abwechseln. Setz auf verschiedene Übungen und steigere regelmäßig Gewicht oder Wiederholungen. So forderst du deinen Körper immer wieder neu und vermeidest, dass das Training zur Routine wird.

Einheit 1

Kniebeuge: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Bankdrücken: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Langhantelrudern: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Einheit 2

Kreuzheben: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Schulterdrücken: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Hüftheben mit der Langhantel: 3 Sätze × 8–12 Wdh.

Häufige Fragen zu Krafttraining und Abnehmen

Kann man mit Krafttraining abnehmen?

Ja. Krafttraining hilft beim Abnehmen, weil es Kalorien verbrennt und gleichzeitig Muskelmasse aufbaut. Mehr Muskeln erhöhen den Grundumsatz, also den Energieverbrauch in Ruhe. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung im Kaloriendefizit unterstützt Krafttraining so einen nachhaltigen Fettabbau und schützt die Muskulatur während des Abnehmens.

Warum bin ich nach dem Krafttraining schwerer?

Nach einer intensiven Einheit kann die Waage kurzfristig mehr anzeigen. Das liegt meist an vorübergehenden Wassereinlagerungen in der beanspruchten Muskulatur und im Bindegewebe – ein normaler Teil der Erholung. Es handelt sich nicht um Fettzunahme. Über Wochen betrachtet zählt der Trend der Körperzusammensetzung, nicht das Tagesgewicht.

Hilft Krafttraining beim Abnehmen mehr als Cardio?

Beide haben ihren Platz. Cardio verbrennt während der Einheit oft mehr Kalorien, während Krafttraining den Vorteil hat, Muskelmasse zu erhalten und den Grundumsatz langfristig zu steigern. Die wirksamste Strategie zum Abnehmen kombiniert beides mit einer angepassten Ernährung.

Zusammenfassung

Krafttraining ist ein praktischer und vielseitiger Weg, den ganzen Körper zu trainieren und abzunehmen. Mit demselben Equipment kannst du mehrere große Muskelgruppen trainieren und die Belastung deinem Niveau anpassen. Das macht das Training leicht nachverfolgbar und entwickelbar über die Zeit. Wenn du regelmäßig trainierst und die Belastung sukzessive steigerst, baust du Kraft auf, und das Training verbessert gleichzeitig deine Körperzusammensetzung, indem es Fett verbrennt und Muskelmasse erhält oder aufbaut. Du brauchst nicht viel Ausrüstung zum Starten, was die Langhantel zu einer einfachen Option macht – sowohl im Fitnessstudio als auch zuhause.

Artikel überprüft von: 
February 25, 2026
Artikel überprüft von: 
Zuletzt überprüft:
Statistics illustration

February 25, 2026

August 12, 2026

Starte noch deine Reise zu einem gesunden Gewicht mit Yazen

Alles, was du tun musst, ist ein Konto zu erstellen und einige Fragen zu deiner Gesundheit zu behantworten

Jetzt starten
Jetzt starten
Jetzt starten

Mehr Artikel

Abnehmen mit Heimtraining – funktioniert das?

Für viele Menschen ist das Training zu Hause ein einfacherer Einstieg in den Sport als der Gang ins Fitnessstudio. Wenn man nach seinen eigenen Vorstellungen und in seinen eigenen vier Wänden trainieren kann, sinkt die Hemmschwelle, damit anzufangen. Und das Training zu Hause kann genauso effektiv sein wie das Training im Fitnessstudio.

Smartwatch zum Abnehmen: dein Trainingsbegleiter am Handgelenk

Eine Smartwatch zum Abnehmen ist kein Wundermittel, aber ein nützliches Hilfsmittel. Smartwatches und Fitnesstracker helfen dir, ein besseres Gefühl für deine Bewegung, deinen Schlaf und deine Gewohnheiten zu entwickeln. Gleichzeitig ist die Smartwatch eine Erweiterung deines Smartphones. Aber wie setzt du sie beim Training und beim Abnehmen wirklich sinnvoll ein?

Schwimmen zum Abnehmen – Kondition, Gewicht und Gesundheit

Schwimmen zum Abnehmen ist gelenkschonend, effektiv und für die meisten Menschen geeignet – auch bei Übergewicht, Arthrose oder nach einer Schwangerschaft. Der Auftrieb des Wassers reduziert die Belastung von Gelenken und Skelett um bis zu 90 % und macht Schwimmen zu einer sanften Trainingsform, die den Körper kaum beansprucht. Wer abnehmen oder seine Gesundheit verbessern möchte, findet im Schwimmtraining einen idealen Einstieg.